Nationalmannschaft in Cloppenburg
Nationalmannschaft in Cloppenburg

24 Teilnehmer, darunter die geladenen DMSB Kader-Fahrer sowie einige „Gäste“ nahmen an 2 Tagen am 1. Speedway-Kader-Training teil. Austragungsort war das neue Stadion des MSC Cloppenburg an der Boschstrasse. Als perfekte Gastgeber bezeichnete Teamchef Rene Schäfer den Club und auch als perfekt organisiert stellte sich die Abwinklung dieses 2-Tage-Geschehen heraus. Mit dazu beigetragen hat auch eine professionell ausgerichtete Pressekonferenz am Samstag, die vom Pressesprecher Markus Strehle geleitet wurde.
Fragen an Sportleiter Josef Kläne, DMSB-Teamchef Rene Schäfer sowie den Aktiven Tobias Kroner und Richard Speiser fanden bei den Pressevertretern, Fahrerkollegen und Fans Gehör. Schäfer erklärte, warum der MSC als Austragungsort für dieses erste Kader-Training ausgesucht wurde: Obwohl er selber nicht bei der Premiere im September 2010 vor Ort sein konnte, erfuhr er ein positives Feedback. Die Bahnlänge von 263 Metern gekoppelt mit dem Radius sieht er als technisch anspruchsvoll und die ganze Arena bezeichnete er als optimale Basis für dieses Training. Seine ersten Eindrücke vom Vormittag nannte er bereits bestens, auch wenn der Frost noch zu Beginn bei Nebel und leichtem Nieselregen im Boden war. Ein perfekt ausgearbeitetes Programm, was nach diesem 1. Trainingstag am Abend in einem 2-stündigen Fitness-Programm im Reha-Zentrum überging, sorgte bei den Aktiven für einen optimalen Start in die neue Saison.
Josef Kläne erklärte derweil, dass nach der Kontaktaufnahme zum DMSB sowie der Absprache mit dem Vorstand und dem ganzen Club, der MSC auch im eigenen Interesse schnell zu dieser Austragung bereit war. „Wir können selber die Bahn hiermit testen und sehen auch die Möglichkeit, dass wir uns als Club präsentieren. Dies ist eine weitere Werbung für den Bahnsport“, so Kläne.
Richard Speiser war das erste Mal vor Ort und sah mit diesem Training die erste Möglichkeit, seinen Rückstand vom Winter wieder aufzuholen. „Es ist eine Superbahn und ich möchte meine Anerkennung für den Bau des Stadions aussprechen“, so der Langbahn WM-Dritte von 2010, der somit auch den Applaus der Anwesenden für den Club einleitete.
Clubfahrer Tobias Kroner fügte ebenfalls ein Dankeschön an den Club hinzu. Aber auch die Arbeit, die seit dem Amtsantritt des Teamchefs Schäfer geleistet wurde, verdiente seinen Dank. Erst durch ihn ist es allen Kaderfahren möglich, mehrmals unter einem ausgearbeiteten Programm zu trainieren. Persönlich fühlt er sich bereits fit und auch das Umfeld mit Material und Team passt bereits. Sein Tenor für 2011 liegt beim Spaß haben, auch wenn es teilweise schwer fällt, sich immer wieder neu zu motivieren. Mit Gewichtsabnahme und einem umgestellten Fitnessprogramm geht er mit breiter Brust in die Saison und visiert den DM-Titel an.
Fragen seitens der Journalisten konnten ebenfalls positiv beantwortet werden: So erklärte Kläne, dass sich langfristig gesehen der Club auch als Ausrichter eines internationalen Prädikates sieht. Die Vorgabe mit der Bahnlänge ist erfüllt. Schäfer begrüßte dieses Vorhaben, auch wenn der Druck des Teams vor heimischem Publikum immer höher ist. Dafür weiß er aber, dass auch die Unterstützung der Fans da sein wird.
Über eine Ansage für das Fahrerfeld beim kommenden Rennen am 03.09. konnte Kläne noch keine genauen Angaben machen, doch werden erste Informationen im Sommer an die jeweiligen Pressestellen eingehen. Tobias Kroner meldete sich hierzu aber mit: „Ich bin dabei.“
Ein abschließendes Gruppenfoto mit allen Akteuren und den Betreuern Schäfer und natürlich auch Sönke Petersen, dessen Rat von allen Aktiven dankend angenommen wurde, ließ den 2. Teil des Samstagstrainings folgen. Mit der nun herausgekommenen Sonne wurden die Verhältnisse auf der Bahn auch besser. Optimieren konnte man diese dann am Sonntag, nachdem die Offiziellen die Aktiven persönlich fragten, auf was ganz besonders geachtet werden müsse. Zum Abschlusstraining aller Aktiven über 2x 2 Runden Bandstart in mehreren Durchgängen hatte man durch leichtes Sprühwasser auf der Bahn den Staub unter Kontrolle und den Gripp gewährleistet.
Der Zuspruch seitens der Fans für dieses Training zeigte sich auch am Sonntag, bei dem noch einmal mehr anwesend waren als am Tag zuvor. Leistungssteigerungen innerhalb dieser 2 Tage waren bei einigen Akteuren klar zu erkennen. Sicherheit auf dem Bike sowie teilweise heiße Duelle innerhalb dieser 2 Runden wurden immer deutlicher. Gegen 16.00 Uhr endete dann dieses Training und alle konnten zwar kaputt aber freudestrahlend die Heimreise antreten – wenn auch ein Aktiver ein weinendes Auge mit auf den Rückweg nahm. Der am Samstag bei einem Cowboystart gestürzte Danny Maaßen konnte wegen seiner Hüftprellung und einem Bluterguss in dieser Hüfte zwar nicht mehr antreten, doch sieht er optimistisch weiter: „Am nächsten Wochenende werde ich bereits wieder Training fahren“
Gute Besserung weiterhin.
Text: www.speedway.org
Fotos: U. Bandy
MSC Cloppenburg e.V.


