Wölbert dominiert mit Punktemaximum

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dreiergruppe

von Gaby Westerkamp / Cloppenburger Wochenblatt, Fotos: Daniel Sievers

„Wir wollen nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr noch mal einen drauflegen”, hatten die Organisatoren des MSC Cloppenburg im Vorfeld versprochen. Und sie hielten Wort: Mit einem Top-Fahrerfeld und einer bestens präparierten Piste, mit zusätzlichen Tribünen, einer großen Fan-Meile, attraktiven Grid-Girls am Start und Interviews live auf einem Mega-Bildschirm stellte der Club am vergangenen Samstag ein Speedway-Spektakel auf die Beine, das laut Aussage der Piloten den Vergleich mit den Top-Events der europäischen Bahnsport-Metropolen nicht scheuen muss.  Gut 4000 Zuschauer – noch einmal deutlich mehr als im Vorjahr – sahen das offenkundig genauso und verwandelten die kleine Arena in Emstekerfeld erneut in einen brodelnden Hexenkessel. Mittendrin: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister als sichtlich begeisterter Schirmherr.
Unten auf der Bahn ließen sich die Motorrad-Solisten aus sechs Nationen von der fiebernden Atmosphäre anstecken und lieferten sich packende Fights. Ganz vorne mit dabei: Der bestens aufgelegte MSC-Fahrer Tobias Kroner. Er kitzelte die Garde der Stars und musste sich nur zwei Mal knapp geschlagen geben: Im dritten Vorlauf und im Finale zog sein Brokstedter Liga-Kollege Kevin Wölbert davon und verwies den Dohrener auf Rang zwei. Es blieben die einzigen Punkte, die Tobi hergab und mit 16 von 18 möglichen Zählern kletterte er wie im Vorjahr auf das Silbertreppchen. Ganz oben stand diesmal eben jener Kevin Wölbert, der in beeindruckender Manier das Feld dominierte und ungeschlagen das Punktemaximum abräumte.

Platz 3 ging an den Dänen Kenneth Hansen, dicht gefolgt von der Überraschung des Abends: Sein Landsmann Nicolai Klindt kam wegen eines Staus auf der Autobahn zu spät ins Motodrom, verzichtete auch auf das angebotene Nachhol-Training und ging „kalt” auf die ihm fremde Bahn. Dass die es in sich hat, dürfte ihm wohl irgend jemand gesteckt haben. Aber Klindt bewies sich als echter Profi und lieferte eine starke Vorstellung ab. Als Final-Vierter schrammte er nur knapp am Treppchen vorbei.

Gleiches gilt für den Top-Favoriten des Tages: Martin Smolinski marschierte  ungeschlagen durch die ersten drei Vorläufe. Im vierten Durchgang verlor er einen Platz an Kevin Wölbert, doch noch war alles drin für den Deutschen Meister aus Olching. Waren's die Nerven in der pulsierenden Arena? Im Semifinale verpatzte „Smoli” seinen Start und verpasste trotz waghalsiger Positionskämpfe in den engen Kurven den Einzug in den Endlauf. Am Ende musste er sich trotz beachtlicher 12 Punkte mit dem fünften Platz zufrieden geben. Rennleiter Mario Trupkovic dürfte ihm sicher schon eine Revanche im nächsten Jahr ans Herz gelegt haben...

Seinen Vorjahreserfolg wiederholen konnte Danny Maaßen: Er gewann erneut die B-Konkurrenz der internationalen Solisten.  War es im vergangenen Jahr noch denkbar knapp, so ließ der Nordhastedter diesmal nicht den leisesten Zweifel an seiner Klasse aufkommen: Mit Punktemaximum setzte er sich klar durch gegen Marcel Helfer und Cyprian Szymko (PL) auf den Plätzen.

Neben den Siegern gab es diesmal auch für den Gastgeber eine besondere Ehrung: Für MSC-Präsident Günther Hegger war es das 25. große Rennen in seiner nun 30-jährigen Amtszeit. Der Clubchef hatte die Führung des Vereins 1981 übernommen und den MSC auf die große Bühne der internationalen Prädikats-Veranstalter geführt. Als der Club 2005 die Rekord-Grasbahn im Stadion an der Friesoyther Straße aufgeben musste, hielt er während der jahrelangen Auszeit die Truppe beisammen und baute jetzt gemeinsam mit seinen treuen Helfern in E'feld die neue Arena auf. Der Speedway-Erfolg der „Neuzeit”, wie es clubintern heißt, gehört zu einem großen Teil Günther Hegger. Als Dankeschön für sein langjähriges Engagement für den Bahnsport überreichte ihm der ehemalige Rennleiter Josef Ebben im Namen der Clubmitglieder eine Kollage mit Foto-Erinnerungen aus 30 Jahren MSC-Präsidentschaft.

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MSC Cloppenburg e.V.

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