Vereinsgeschichte des MSC Cloppenburg

Dröhnende Motoren preschen über die Grasnarbe, verwegene Piloten balancieren im Sattel der Maschinen und heizen quer durch die Kurven. Rad an Rad kämpfen die Fahrer um jeden Zentimeter, begeistern die Fans mit spektakulären Fights. Seit einem halben Jahrhundert ist das Motorrad-Grasbahnrennen eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Soeste-Stadt. Und nicht nur hier: Zum Cloppenburger Renntag reisen Fans aus dem In- und Ausland an.
Der MSC hat sich inzwischen als kompetenter Ausrichter internationaler Meisterschafts-Events einen Namen gemacht. Favoriten und Newcomer starten heute noch genau dort, wo damals alles anfing: Auf der Rennbahn an der Friesoyther Straße, wo an ruhigen Tagen Schafe weideten...

Anfänge

Im Sommer 1950 suchte der Südoldenburger Rennverein als Veranstalter des Pferderennens im Stadion an der Friesoyther Straße kurzfristig nach einer unterhaltsamen Einlage für seine Veranstaltung. Die Organisatoren sprachen einige junge Männer aus Cloppenburg an, ob sie mit ihren Straßenmotorrädern ein paar Runden aus der Pferderennbahn drehen wollten. Josef Korfhage, Bernd Moorlampe, Karl-Heinz Witte, Hermann Ostendorf und einige andere jugendliche Motorrad-Fans rückten mit ihren Maschinen an, tauschten Scheinwerfer gegen Nummernschilder und traten an zu einem kreisweit ausgeschriebenen „wilden Rennen“  -  das das Publikum begeisterte. 20 Fahrer stellten sich dem Flaggenstarter und absolvierten 15 Runden.
Am Zieleinlauf standen fünf Herren mit Stoppuhren. Alfred Frye gewann den Wettbewerb der Viertelliterklasse (250 ccm) auf seiner „frisierten“ Puch. (Weitere Rennergebnisse sind heute leider nicht mehr bekannt.) Für die Sieger und Platzierten gab es Sachpreise (Soziussattel, Reifen, u.a.). Und tags darauf waren die frischgebackenen Rennpiloten mit ihren Motorrädern wieder auf den Cloppenburger Straßen unterwegs.

Texte: Gaby Westerkamp

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